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Der Umgang mit dem finanziellem Aus

Oft fällt der Begriff Insolvenz in Zusammenhang mit Unternehmen. Doch auch Privatpersonen können insolvent sein. Das bedeutet, dass sie kein Geld mehr haben, um beispielsweise offene Rechnungen zu bezahlen. Sie sind zahlungsunfähig.

Fast alles kostet Geld: die Miete, das Essen, ein Auto oder Fahrrad und fast jede Form von Konsum. Doch wer mehr Geld ausgibt, als er zur Verfügung hat, läuft Gefahr, in die Überschuldung oder sogar in die Insolvenz zu geraten. Das kann sowohl selbstverschuldet als auch unverschuldet (beispielsweise durch eine längere Krankheit) passieren. Und wenn sich dann die Rechnungen und Mahnbescheide türmen und dauerhaft nicht genug Geld da ist, um Rechnungen und Schulden zu bezahlen, scheint es kaum noch einen Ausweg zu geben. Doch es gibt mehrere Wege aus der Überschuldung, beispielsweise die Privatinsolvenz.

Lesen Sie hier mehr über den Umgang mit dem finanziellen Aus:

  • Nach der Reform: Schneller schuldenfrei nach Privatpleite?
  • Schneller schuldenfrei nach Privatpleite gelingt wenigen
  • Mehr Bürger tappen in die Schuldenfalle
  • Jugend weiß wenig über Wirtschaft

Die folgenden exemplarischen Anknüpfungspunkte an den Hessischen Lehrplan der Realschule und des Gymnasiums dienen lediglich der Orientierung. Alle Inhalte sind so aufgebaut, dass sie selbstverständlich auch in anderen Lernzusammenhängen genutzt werden können.

Sozialkunde Realschule

  • Klasse 9: 9.2: Jugend in der Gesellschaft
    Konsum und Freizeit

Politik und Wirtschaft Gymnasium

  • Klasse 7: 7G.3: Ökonomische Bildung
    Wirtschaften im privaten Haushalt: Bedürfnisse, Werbung, Geld, Sparen, Kredit, Schulden, ökologisches Kauf- und Verbraucherverhalten

Rechtskunde Gymnasium

  • Klasse 5-10: Q.2: Privatrecht
    Zahlungsunfähigkeit, Mahnverfahren

Mögliche Unterrichtsszenarien

Die Schülerinnen und Schüler erstellen in Partner- oder Gruppenarbeit mithilfe von Mindmap eine Übersicht zum Thema „Insolvenz – Der Umgang mit dem finanziellem Aus“. Dabei gehen sie der Frage nach, wie eine Privatperson in Zahlungsschwierigkeiten geraten kann, und überlegen darüber hinaus, welche Auswege es aus dieser Situation gibt. Hierbei können die Schülerinnen und Schüler zunächst kreativ sämtliche Ideen sammeln.

Erst in einem zweiten Schritt werden die möglichen Lösungswege daraufhin überprüft, ob und wie sie in der Praxis realisierbar sind. An dieser Stelle kann zusätzlich überlegt werden, woran potenzielle Lösungen scheitern und welche Hürden auftreten könnten.